Donnerstag, 24. September 2009

Out of Mosambik

Liebe Freunde und eifrige Mitleser,

wir sind dieses Wochenende unterwegs und fahren nach Simbabwe, von Europa aus gesehen wiedermal eine halbe Weltreise in die Tiefen des afrikanischen Kontinents, von Beira aus eine 4 Stundenfahrt mit dem tiefsinnigen Zweck, das Visum von Iris neu ausstellen zu lassen da das alte nächste Woche ausläuft.

Bitte also nicht wundern wenn wir telefonisch und sonstwie nicht erreichbar sind.

Geplante Tour: Heute nach Mutare, morgen Botschaftskram erledigen, Wochende am Vumba-Mountain, eventuell noch das Umland von Mutare erkunden. Montag oder Dienstag Rückfahrt nach Chimoio um dort die Fakultät der UCM zu besuchen (damit ist auch meine Fahrt gerechtfertigt...)

Nachdem was wir bisher über Simbabwe, einstige Kornkammer und Vorzeigestaat des südlichen Afrikas gehört haben, sind wir schon sehr gespannt. Eine andere Welt soll es sein, im Vergleich zu Mosambik. Allerdings halt durch die Misswirtschaft des Diaktators Mugabe mittlerweile ausgesaugt, die Inflation im letzten Jahr betrug einige Millionen (!!!) Prozent, die lokale Währung wurde abgeschafft und der US-$ ist nun offizielles Zahlungs- und Bestechungsmittel.

Vamos ver, schaun ma mal...

Also dann, nächste Woche gibts dann ein paar Eindrücke aus Simbabwe (dort soll es Flohbänder geben, das wird ganz besonders unserem Hündchen gefallen :-) )

Alles Liebe,

Andreas & Iris

Donnerstag, 17. September 2009

Mosambik und seine Menschen

Auch ich versuche wiedereinmal alle Eindrücke und Erlebnisse in einen Bericht zu packen - kürzer ist leider unmöglich :-)

Da wir nun schon länger als zwei Monate hier sind erleben wir so Manches, was am Anfang besonders war, als normal. Man gewöhnt sich ziemlich schnell an seine neue Umgebung, natürlich erleben wir aber immer noch überraschende Momente in der Begegnung mit Menschen aus Mosambik. Die Sprachbarriere spielt immer noch eine Rolle und erweckt immer wieder das Gefühl von neuem, dass man manche Begegnungen die sehr spannend sind, nicht so richtig ausschöpfen kann. Könnte man doch alles was einem erzählt wird verstehen und die eine oder andere Frage daran knüpfen, die dann die nächste Erzählung ins Rollen bringt – das Erleben wäre um so vieles reicher! Andererseits schützt die Sprachbarriere vielleicht auch vor allzu schnellem eintauchen in die andere Kultur – das Erleben ist ohnehin so schon reich genug.

Am Wochenende haben wir unseren ersten Off-Road-Ausflug in die Umgebung von Beira gemacht. Wir haben Djonge auf der Suche nach dem geeigneten Djembenholz in die Wälder und Dörfer von Savane begleitet. Djonge ist schon lange mit Hani, einer Kollegin, befreundet und ist ein meisterhafter Trommler und zeigt uns wie man eine Djembe vom ersten Augenblick an herstellt. (Danach gibt er uns hoffentlich auch noch solange Trommelunterricht, bis wir gut mit dem Instrument umgehen können ☺.)

Nachdem wir ein paar Bauern besucht haben, mit denen Djonge über Preis und Qualität des Trommelkörpers verhandelt hat, hat uns der letzte Bauer zum Regulo begleitet, bei dem wir schließlich zelten wollten. An einem Regulo geht in Mosambik nichts vorbei. Alles muss mit diesem abgeklärt werden. Der Bauer hätte uns nicht einfach erlauben können auf seinem Grundstück zu campieren, alles muss vorher mit dem Regulo abgeklärt werden. Ein Regulo ist so was wie ein Bürgermeister, der jedoch nicht politisch eingesetzt wird, sondern aufgrund von Tradition. Er beeinflusst alle Entscheidungen, die in seinem Gebiet getroffen werden.
Also fuhren wir eine weitere Stunde durch das Gelände zum Haus des Regulo.
Dort angekommen überreichten wir Gastgeschenke und stellten uns vor – Hani und Djonge, die Portugiesisch beherrschen, erklärten den Grund unseres Hierseins und baten den Regulo um einen Platz zum Campen. Er erlaubte es.

Am Anfang fühlten wir uns nicht wohl. Es ist ungewohnt, bei jeder Kleinigkeit den Regulo um Erlaubnis zu fragen. Die anderen Männer, Frauen und Kinder konnten keine Stellung beziehen, ihnen war nicht erlaubt irgendetwas zu entscheiden. Der Regulo wirkte außerdem sauer, weil Hani auf seine Frage, wo ihr Patrao (=Herr) sei, geantwortet hat, dass sie ihr eigener Patrao ist. Etwas völlig unverständliches für den Regulo. Gleich nach den ersten Sätzen prallte bei dieser Begegnung die zutiefst hierarchisch strukturierte Haltung des Regulos in dessen Augen Frauen als Besitz gelten und er sicherlich mehr als drei hat, mit der selbstverständlichen – und europäischen Haltung von Hani aufeinander, dass jeder Mensch fei ist selbst zu entscheiden.
Hani und Djonge wussten jedoch auch, wie sie die Situation wieder retten konnten. Wir gingen zum nächsten Haus, wo wir Getränke kaufen konnten. Die Männer konnten mit 8 Flaschen Schnaps ohne weiteres freundlich gestimmt werden und waren am Ende des Abends auch ziemlich betrunken.

Im Laufe des Abends erfuhren wir, dass gerade eine Trauerfeier abgehalten wurde, da die vier Monate alte Tochter des Regulo am Montag verstorben war. Durch unser erscheinen haben wir die Trauerfeier des Dorfes ohne es selbst zu wissen in ein unerwartetes Spektakel verwandelt. Andreas hat seine Feuerpois ausgepackt und hat alle damit beeindruckt. Ich fühlte mich umso mehr in eine magische Welt versetzt. Die Hütten, die nur durch den Widerschein des Feuers erhellt wurden, die Lagerfeuer von denen aus die Menschen dem Feuerspiel zusahen. Die Frauen saßen um ein eigenes Feuer, die Männer ein Stück entfernt um ein anderes. Dazwischen die Hunde, die Kinder. Wir Fremden saßen bei den Männern. Dann servierten die Frauen für uns das Huhn, das sie zwei Stunden vorher für uns geschlachtet haben. Unser Hunger war schon ziemlich groß, ganz klar, dass es ausgezeichnet schmeckte.

Nhica machte der Ausflug ganz besonders Spaß, er konnte mit anderen Hunden herumtoben, Hühner jagen und die Umgebung erkunden. Er hat uns gezeigt, dass er ein toller Outdoor-Hund ist und jedes Abenteuer mitmacht.

In der Stadt läuft zum Glück vieles anders. Von so extremen hierarchischen Strukturen bekommen wir hier unmittelbar nichts mit. Auch wenn der Führungsstil mancher Vorgesetzter gegenüber den Einheimischen manchmal sehr herrisch ist, und die Angestellten widerrum sich wie Untergebene verhalten. Auch Andreas ist für unsere Guardas der Patrao. Volkmar, ein H3 Kollege, wollte seinem Guarda abgewöhnen ihn „Patrao“ zu nennen. Seither nennt er ihn Boss. Ansonsten merkt man doch mehr Offenheit und Freigeist.

Was lange nicht heißt, dass das Leben so verläuft, wie bei uns. Insbesondere auf ein anderes Zeittempo müssen wir uns einstellen. Nicht nur, dass wir plötzlich eine Unmenge an Zeit zur Verfügung haben, viele andere Dinge brauchen ebenfalls viel Zeit. Seit Wochen warten wir nun auf unseren Internetanschluss. Seit zwei Tagen haben wir nun endlich eine Leitung, seither warten wir aber, dass sie frei geschaltet wird.

Heute (16.09.09) konnten wir endlich ein Regal von einem Tischler abholen, auf das wir ebenfalls schon seit Wochen warten. Angesichts seiner Möglichkeiten und seiner nur dürftig ausgestatteten Werkstatt ist es andererseits auch wieder toll, dass er es in „nur“ Vier Wochen bauen konnte.

Im Notfall kann es dann aber wieder überraschend schnell gehen. Letzte Woche ist unsere Wasserpumpe ausgefallen. Ich habe mich schon darauf eingestellt nun ein, zwei Tage kein Wasser im Haus zu haben. Nach einem Telefonat mit der Hausverwalterin sind die Handwerker dann schon nach einer Stunde da gewesen und haben die Pumpe in kurzer Zeit repariert.
Anekdoten gibt es noch unzählige zu erzählen.

Ich freue mich auch über eure Geschichten und Neuigkeiten aus Österreich (Schweden oder Amerika)!

Liebe Grüße!
Iris und Andreas

PS.: nun kann ich doch noch gleich die frohe Botschaft verkünden: das Internet funktioniert endlich! Ab sofort sind wir wieder von zuhause aus mit der "Welt" vernetzt :-).

Montag, 14. September 2009

Update September

Hallo liebe Leute,

nachdem wir leider immer noch keinen Webzugang zu Hause haben, gibts die Infos aus Beira wiedermal etwas später dafür aber in geballter Ladung :-)

Im letzten Monat war für uns weiter Setteln angesagt, Haus weiter einrichten und zahlreiche Behördengänge zu erledigen.

Die ganzen Kleinigkeiten fressen ganz schön viel Zeit auf, beispielsweise das Anmelden und Versichern des Autos braucht einen Zeitaufwand von mehreren Tagen über insgesamt zwei Wochen verteilt. Der Kaufvertrag muss notariell beglaubtigt werden (war mal mittags beim Notar, angesichts der Menge von etwa wartenden - d.h. im Pulk herumstehenden und schreienden 50 Personen bin ich wieder gegangen), anschließend beim Verkehrsamt abgegeben und bearbeitet werden. Eine Woche später kann man dann den Zulassungsschein abholen und zur Versicherung fahren, um die Haftpflichtversicherung abzuschließen, was wieder einen halben Vormittag in Anspruch nimmt. Steuern und die Radiogebühren hab ich noch nicht bezahlt - hab ich erst gestern erfahren dass das auch noch nötig ist... wird wohl wieder ein Lauf von Ponitus zu Pilatus.

Ähnlich schnell schreitet auch unsere Telefonleitung/Internetanmeldung voran. Man braucht hier einfach immer zig Termin bis ein paar Zetteln ausgefüllt und abgestempelt werden, Geduld ist eine Tugend heißt es und von dieser braucht man hier echt mehr als genug.

Dank Nhica, unserm Hund, sind wir quasi gezwungen fast täglich einen ausgedehnten Spaziergang zu machen. Der Kleine liebt den Strand ebenso wie wir - nachdem dieser auch nur einen Katzensprung von der Haustüre entfernt liegt wandern wir meist den langen Sandstrand auf und ab. Ein Grund, warum Nhica den Strand wohl so gern hat sind die zahlreichen Fischreste von den Fischern. Vorletzte Woche allerdings hat er sich ein wenig übernommen und zu viel oder das falsche Zeug erwischt und sich einen Nachmittag lang erbrochen, hoffentlich eine Lehre nicht mehr alles anzurühren was hier so herumliegt...

An den Wochenenden waren wir sehr aktiv, haben den Hausstrand von Beira erkundet (Rio Savane, ein kitschig netter Palmensandstrand mit Campinggelegenheit und Bungalows 30km vor Beira). Waren auf dem Festival de Arte de Young Africa und haben dieses Wochenende unsere Offroad-Taufe hinter uns gebracht und einen ausgedehnten Ausflug in den Busch unternommen. Zur weiteren Erläuterung der Ausflüge gibts eine Menge neuer Fotos mit entsprechenden Kommentaren.
Viel Spaß mit den Fotos!

http://www.flickr.com/photos/ratzi/sets/72157622364798316/

Würden uns auch mal über die eine oder andere Nachricht von euch freuen - bis bald mal wieder,

Andreas und Iris

Freitag, 14. August 2009

FUSA

Mal sehen, wie lange mein Bericht – der schon überfällig ist - werden kann. Zum erzählen gibt es viel, aber ich muss nebenbei darauf achten, dass unser kleiner Hund Nhica nicht die Kabeln durchknappert. Nhica (= Schona: Erde, Welt) ist seit letzten Samstag bei uns und versüßt durch seine Anwesenheit unser neues Heim.

Nhica

Wie Andreas schon erzählt hat, haben wir uns schon behaglich eingerichtet, ein Haus mit kleinem Garten mitten in Palmeiras, ein ruhiger und angenehmer Teil Beiras, in der Nähe das Meer – der Platz ist wirklich geeignet für die nächsten zwei Jahre unsere „Insel“ zu sein.
Es überrascht mich, wie schnell wir uns häuslich eingerichtet haben. Innerhalb kürzester Zeit haben wir alle notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, die hier dazugehören, um angenehm und sicher leben zu können.

unser Häuschen, die linke Hälfte des orangen Hauses


Dazu gehört auch Beth, unsere Empregada, die jetzt schon die gute Seele des Hauses ist, sich um die Wäsche und den Haushalt kümmert und nebenbei zaubert sie zu Mittag noch ein mosambikanisches Gericht auf unseren Tisch.
Und dazu gehört auch Bernardo der Guarda, der nachts Wache hält. Das hört sich nach unerschwinglichem Luxusleben an, und um ehrlich zu sein: so angenehm habe ich auch noch nie gewohnt. Dazu kommt noch, dass mein Arbeitsleben zurzeit noch so gut wie nicht existiert.

Am Montag war mein erster Arbeitstag bzw. wäre eigentlich mein erster Arbeitstag gewesen. Wahrscheinlich erlebe ich gerade einen typisch mosambikanischen Projektstart. Vor zwei Wochen habe ich mit Senhor Simonini, dem Leiter von FUSA, einen Plan ausgearbeitet, wie mein Einstieg ablaufen soll. Am Programm stand zwei Wochen lang jeden Tag mindestens drei Partnerorganisationen besuchen und kennenlernen. Ich war überrascht über die effiziente und vorrausschauende Vorgehensweise von Simonini. Nun ist von dem Plan vorerst nichts übrig.
Am Montag wartete ich wie vereinbart um 9 h im Horizont 3000 Büro. Vorsichtshalber habe ich meinen Krimi eingepackt, da ich schon die Erfahrung gemacht habe, dass Simonini gerne zu spät kommt. An diesem ersten Tag ist er nicht erschienen, telefonisch war er ebenfalls nicht erreichbar. Am Abend erhielt ich eine Rückmeldung auf mein SMS: er habe sich den ganzen Tag um meine Papiere gekümmert.
Am Dienstag sagte er mir telefonisch, dass wir unseren Plan ändern müssen, warum weiß ich nicht, weil dann die Verbindung abriss. Aber zumindest funktionierte die Kommunikation an diesem Tag via SMS.
Heute (5.8.09) habe ich ihn schließlich tatsächlich getroffen – für eine Stunde. Die wichtigsten Dinge haben wir besprochen (er ist gerade dran mein Arbeitsvisum zu organisieren, was in Mosambik nicht gerade unkompliziert ist), dann war er schon wieder weg mit den Worten er wird sich bei mir melden, wenn er bei der Direccao de Trabalho fertig ist. Daher war ich wieder um 10 h zuhause und anschließend entpuppte sich dieser Tag auch wieder als ein Freier.

Von meiner Partnerorganisation FUSA kenne ich bis jetzt nur den Leiter Simonini. (FUSA = United Family for Solidarity in Africa) Simonini sucht gerade ein neues Büro, daher gibt es nicht den Ort wo ich selbstständig hingehen kann um schon mal Kollegen zu treffen. Grundsätzlich ist FUSA aber eine sehr interessante Organisation. Sie arbeiten an einer Schnittstelle mit vielen anderen Partnerorganisationen, die ebenfalls mit spezifischen Gruppen (Blinde, Taube, körperlich und geistig behinderte Menschen etc.) arbeiten. Der Schwerpunkt und ich schätze auch die Stärke von FUSA ist es Ausbildungen und Kurse für Klienten dieser Organisationen durchzuführen. Und dass ist in Mosambik auch dringend notwendig, da es ansonsten keine sonderpädagogische Förderung gibt. Behinderte Kinder oder Kinder von behinderten Eltern die auf der Straße leben haben daher auch schlechte oder gar keine Bildung. Das Arbeitsfeld scheint also unermesslich groß zu sein.
In dem Organigramm, das mir Simonini am Anfang zur Erläuterung gegeben hat, erkennt man wahrscheinlich vor allem die Fußabdrücke der Entwicklungshelfer die vor mir mit FUSA gearbeitet haben. Auch die Berichte lesen sich sehr wohlwollend in einer Arbeitssprache, wie man sie auch in europäischen Berichten kennt.
So war ich nach dem ersten Gespräch mit Simonini ziemlich beeindruckt und überrascht. Der Hintergrund und auch die konkrete Arbeit von FUSA ist aber immer noch nicht greifbar, da mir die Informationen wie Sand zwischen den Fingern entgleiten, und auch Simonini kurze Zeit später wieder verschwunden ist. Nach den ersten Erfahrungen ist klar, dass es erst einmal darum gehen muss einen Fuß in die Organisation zu bekommen. Wohlbekannte Beziehungsarbeit also, die mitunter auch nachgehend sein muss, ähnlich wie bei den Familien mit denen ich in Österreich gearbeitet habe, nur dass mein neuer Klient eine afrikanische Organisation ist.

Also verbringe ich zur Zeit die Tage damit, mich mindestens einmal in eine der Chapas (Sammeltaxis) hineinzuquetschen und auf einem der Märkte oder Shops Besorgungen zu machen und danach ist auch immer noch viel Zeit die Seele baumeln zu lassen, Bücher zu lesen, mit dem kleinen Hund zu spielen und einfach die Stadt und das Leben hier auf mich wirken zu lassen. Beira gefällt mir ziemlich gut. Es ist eine vielseitige, lebendige Stadt mit einem entspannten Tempo. Andreas und ich sind in der österreichisch-deutschen Community, die sich hier mittlerweile gefunden hat, gut aufgehoben. Wir haben schon mehrere Abende damit verbracht Karten zu spielen und ansonsten findet sich auch immer eine gemeinsame Unternehmung. Das Klima ist auch gerade sehr angenehm. Während es die ersten beiden Wochen, die wir hier waren ungewöhnlich oft für die Trockenzeit geregnet hat und auch kalt war, hat sich das Wetter nun wieder normalisiert. Es ist sonnig, die Temperaturen klettern untertags auf ca. 25 Grad. Manchmal sind Tage dabei die etwas heißer sind und eine Vorahnung erwecken, wie die stickig schwülen Sommertage in Beira dann sein werden.




Ich hoffe auch das Wetter in Österreich hat sich inzwischen normalisiert und ihr könnt einen halbwegs trockenen und sonnigen Sommer genießen!
Ich freue mich über eure Nachrichten aus Österreich und schicke auf diesen Weg liebe Grüße!

Iris

Mittwoch, 5. August 2009

Hallo mal wieder

guuut, Internet haben wir immer noch keins zuhause aber ehrlich gesagt fehlts mir überhaupt nicht. Ich hab mich in den letzten Wochen schon daran gewohnt, wenns gut geht einmal die Woche meine mails zu checken und kein Lebenszeichen aus der europäischen Welt mitzubekommen.
Gestern hab ich mal kurz den Standard online gelesen, von dem ganzen Terrorkram rund um den Globus bekommt man hierzulande nix mit - was mir ganz recht ist...

Mittlerweile sind wir schon richtig "hier", unser Haus (@Gerald: mit tatsächlichen dunkelbraunen Tropenholzböden, seeehr schön) wird immer wohnlicher.
Das Möbelbeschaffen hier ist so ne Sache, wie schon erwähnt werden viele Möbel direkt neben der Straße verkauft - hier ein Bett, dort ne Kommode, da eine Bank. Iris hat mal aus dem Fenster einer Chapa einen schönen Couchtisch erspäht, ein paar Tage später sind wir dann mal dort vorbeimarschiert um das Ding zu kaufen. Dunkelbraunes Tropenholz, gut verarbeitet (Holzwurm ist im Preis inbegriffen), nach etwas Handeln ging das Teil für knappe 27.-€ über den imaginären Ladentisch. Da wir noch kein Auto haben wurde uns das Ding sogar nach Hause geliefert (ohne Aufpreis, also vermutlich doch zu teuer gekauft...) - am nächsten Tag kam der Verkäufer mit einem Fahrrad, den Tisch am Gepäckträger geschnallt, aber über die Art und Weise der Transporte aller möglicher Dinge darf man sich keine Gedanken machen.

Letztes Wochenende sind wir zufällig bei einer deutschen Kollegin gelandet, deren Hündin hat vor knapp 3 Monaten Nachwuchs bekommen und somit haben wir sogar schon einen kleinen Hund. Der Kleine bereichert die Freizeit sehr, obwohl wir beide schon "arbeiten" (...mehr dazu später) ist die gefühlte Freizeit sehr umfangreich. Mit dem Hund vergehen die Stunden wie im Flug :-)
Fotos folgen natürlich bald!

Arbeit: hehe, am Montag war mein erster Tag. Den Vormittag hab ich daher gleich beim Autohändler verbracht und uns ein ordentliches Fortbewegungsmittel beschafft. Kleinere Reparaturen werden nun noch erledigt und eigentlich hätte ich die Karre gestern bekommen sollen - nach mosambikanischer Zeitrechnung wirds also vermutlich heute oder morgen so weit sein...
Wie gesagt sitz ich nun eh grad auf der Uni, im Büro des Fakultätsleiters der grad auf Urlaub ist. Mein Counterpart - so die EZA-Bezeichnung für den/die KollegInnen, die nach Einsatzende die Arbeit weitermachen sollen - hat ein winziges Büro, das wir erst noch umgestalten müssen. Wir haben besprochen, dass es wohl am besten sein wird dennoch möglichst nahe beinander zu sein. Meine Vorgängerin war räumlich getrennt und hat das als nicht besonders gut empfunden. Also werden wir uns künftig in diesem 3 m² Büro zusammenkuscheln - freu mich schon auf den Sommer hier...
In den nächsten Wochen ist für mich hier Orientierung angesagt, mal schaun was hier alles so läuft - außerdem haperts mit Portugiesisch noch ziemlich...
Der Arbeitstag ist sehr gut angelegt finde ich - ich geh zu Fuss vom Haus zur Uni knapp 10-15 min., Mittags ist hier fast überall Siesta angesagt, von 12-14:30 rührt kaum jemand einen Finger. Arbeitszeit daher 7:30 - 12:00, 14:30 - 17:00 - cirka versteht sich...
Diese lange Mitttagspause ist etwas ungewohnt für uns, aber dennoch sehr angenehm.

@Stefan: freut mich von dir zu hören, Surfspots solls im Süden einige geben - aber Wippi hat sich ohnehin schon ein wenig schlau gemacht. Schlafzimmer steht jederzeit zur Disposition ;-)
Strom ist halbwegs konstant, lediglich zwei partielle Ausfälle in den ersten zwei Wochen in Beira - obwohls früher tatsächlich um einiges mieser gewesen sein soll.

@Doris: schon wieder Spanien???

@Gerald: die Häuser hier sind ein Traum, an jeder Ecke wieder was anderes - alt und neu, top-renoviert und komplett verfallen. Kolonialer Baustil meets Soviet-Plattenbauten, die Inder bringen Farben und Formen und die Mosambikaner malen sich die kleinen Häuser mit Werbung für die konkurrierenden Mobilfunkanbieter bzw. Biermarken an, was glücklicherweise mittlerweile nicht mehr erlaubt ist.

@Mum&Kurt: Red-Snapper im Restaurant für knappe 5.- €, mhmmmm
Auto: Toyota Hilux Surf 3.0, Bj.96 - vernünftig?

Gut, recht viele Fotos haben wir in letzter Zeit nicht geschossen, werden aber schon noch folgen. Ein paar gibts vom Hund ;-)
Aja, noch auf den Hund gekommen:
Wir sind noch auf der Suche nach einem Namen und haben mit unserem Sprachlehrer, einem Mosambikaner gesprochen. Nach ein paar Namen in Shona und deren Bedeutung gefragt, kamen folgende Nennungen:
Armut, Schmerz, Tod, Krieg, Schwarz, Trauer, usw. usf... wir hätten uns eigentlich eher etwas "positiveres" vorgestellt. Im Gespräch wurden wir dann aufgeklärt, dass die oben genannten Namen in der mosambikanischen Bevölkerung sehr verbreitet sind. Und der aus unserer Sicht negative Beigeschmack der Bedeutung hat zum Zweck, dass die entsprechende Person vor ebendiesen Dämonen durch den Namen geschützt werden soll.

Muss den Lehrer mal fragen was Floh und Zecken auf Shona bedeutet, das wär dann vielleicht sinnvoll... ;-)

Gut, Iris hat versprochen demnächst auch ihre Eindrücke zu schildern, bis bald also!

Alles Liebe,
Andreas

PS: Es gibt ne tolle Möglichkeit, von AT aus hierher zu telefonieren: 0820 177 177 anrufen, danach meine Handynummer eingeben +258 825552178. Kostet 9 cent geht allerdings nur vom Festnetz - freu mich natürlich über Anrufe/SMS solang Skype noch nicht geht :-)

Donnerstag, 16. Juli 2009

Boa Tarde,

knapp zweieinhalb Wochen sind wir nun in Mosambik. Der Flug war halbwegs problemlos, dank einer kleinen Ladung Schlaftabletten kamen wir gut ausgeruht am 1. Juli in Beira an – etwas unwirklich war die Zwischenlandung in Johannesburg. Abgesehen von den 2° Außentemperaturen gabs am Flughafen Joburg guten Kaffee und nette Gelegenheiten, die 4 Stunden Aufenthalt zu überbrücken.

Der Anschlussflug nach Beira, knapp 1,5 Stunden weiter kam pünktlich. Allerdings war dieser gerammelt voll, was dazu führte, dass unser Fluggepäck nicht mitgenommen werden konnte. Einzig Iris' Rucksack wurde mitgenommen, das Gepäck der restlichen Kollegen und meines war nicht aufzufinden – immerhin kam es dann am nächsten Tag an und wir waren wieder mit frischen Unterhosen und Sack und Pack ausgestattet. Einzig mein auf den Rucksack geschnalltes Zelt inkl. einem Paar Sandalen ist irgendwo zwischen Wien und Beira ins Nirvana verschwunden, naja, irgendwer wird schon seine Freude damit haben.


Die ersten 10 Tage unseres Aufenthaltes waren schon seit einiger Zeit von Horizont3000 vorgeplant. Gemeinsam der Vertretung unserer lokalen Ansprechperson, die wegen einer akuten Operation nun die nächsten 6 Monate ausfällt, haben wir unser sogenanntes Incountrytraining „durchlaufen“.

Im Endeffekt war das ein organisierter Schulausflug durchs Land. Unser Transportmittel war eine gemietete Chapa, einer der berühmt berüchtigten Toyota Hiace Busse.

Grundvorraussetzung für eine Zulassung als Chapa sind scheinbar mindestens 300.000 gefahrene Kilometer, dementsprechend ist der Zustand der Dinger. Unser Gefährt war noch vergleichsmäßig luxuriös im Vergleich zu den öffentlichen. Gestern Abend haben wir mal wieder gezählt – und kamen auf insgesamt 25 Personen in einem Minibus. Iris ist teilweise gestanden, hat aber trotz waghalsiger Fahrmanöver gar nicht umfallen können weil rundherum irgendwer gestanden, gesessen oder in sonstigen Zwangslagen gesteckt ist. Vermutlich hab ich da auch mein Handy verloren, böse Zungen meinen es wurde mir aus den Taschen geklaut – aus Selbstschutz und wegen Erhöhung der Motivation bleib ich beim Eigenverschulden ;-)

Zurück zum Incountrytraining: nach der Besichtigung eines tollen Ausbildungsprojektes sind wir auch gleich ins Landesinnere vorgestoßen. Die Straßen sind teilweise echt mörderisch, dennoch war ich positiv überrascht – die meisten Schlaglöcher kann man eh schon aus hunderten Meter Entfernung sehen, da sich problemlos zwei oder drei Personen reinlegen könnten... Gelegentlich gabs Straßensperren der Verkehrspolizei – dank des äüßerlichen Wirkens unseres „Chefs“, der von Baskenkappe bis Schuh vollkommen schwarz gekleidet ist, kam er meist als Pater und wir als seine Schäfchen durch.

Dann waren wir in Afrika.

Bisher halbwegs überschaubarer Trubel in der Stadt, in Beira, dann das große we

ite Land. Es ist echt atemberaubend. Der Himmel erscheint tatsächlich näher, ich hab noch nicht rausgefunden woran das liegt. Die Wolken sind stets sehr nahe – und das Land ist RIESIG. Sobald wir über eine Erhöhung auf der Straße kommen fließt der Blick bis zum Horizont. Etwas, das wir Alpenvölkler kaum erahnen können. Zwischen Horizont und einem selbst ergießen sich die Savanne, keine Straßen in Sicht, keine Städte, keine Dörfer. Ein paar einsame „Inselberge“ sieht man immer wieder – das sind im Endeffekt riesige Grantiblöcke mitten in der Landschaft, teilweise bewachsen, teilweise völlig kahle Felsbrocken mit hunderten Metern Höhe und Breite. Nach und nach gewöhnt sich das Auge und man erkennt die kleinen Ansammlungen von Dörfern neben der Straße und in weiter Flur. Dort kommen auch die ganzen Leute her, die ständig neben und auf der Straße marschieren. Alleine, in Gruppen, Männer, Kinder, Frauen mit irgendwelchen Sachen auf dem Kopf tragend. Von Beira aus hatten wir eine Wegstrecke von ca. 200 Kilometer nach Chimoio, der drittgrößten Stadt Mosambiks, zurückzulegen. Auf dieser Strecke gabs ziemlich genau eine Kreuzung, wo die Haupstraße in nahezu exakter Nord/Ost/Süd/West Richtung wegführt. Wir fahren weiter Richtung Westen und erklimmen in dieser Zeit das Hochplateu Richtung Simbabwe. Auf der Fahrt durchqueren wir gelegentlich kleinere Ansiedelungen, dort befinden sich stets kleinere Märkt auf denen fleißig gehandelt wird. Ein paar mal haben wir uns da durchgeschlagen, Verkauft wird alles was gerade verfügbar ist. Seife, Kohle, Coca Cola und Red Bull, Radlreifen, Kleidung und je nach Region die Früchte der Saison. Momentan gibt’s Ananas en masse, Papayas ebenfalls.


Nach knapp 6 Stunden Fahrt inkl. einer „kleinen“ Mittagspause (Essen dauert meistens ewig zum Bestellen und Zubereiten...) erreichen wir die freundliche Stadt Chimoio, wo auch eine unserer Kolleginnen arbeiten wird. Zwischen Beira und Chimoio gibt’s ziemlich genau 1 Tankstelle – obwohl man das nicht so genau sagen kann da der Sprit auch teilweise neben der Straße in verschiedensten Gebinden (oft gepanscht) erhältlich ist. Eigentlich haben wir damit gerechnet, unsere Chapa in Chimoio wieder auftanken zu können – was leider nicht möglich war da eine Dieselkrise die Region erfasst hat. Also kein Diesel in Chimoio, was die Weiterfahrt naturgemäß etwas behindert. Zwei Kollegen aus Beira, mit denen wir uns für den Abend in Chimoio verabredet haben, konnten auf dem ganzen Weg ebenfalls keinen Sprit auftreiben. Vor den zwei oder drei Tankstellen der Stadt haben sich mittlerweile hunderte Auto- und LKW-Fahrer in Schlangen gestellt, obwohl erst für die nächsten Tage wieder frischer Sprit angesagt wurde. Bis zu unserer geplanten Unterkunft hätte es unser Bus nicht mehr geschafft, daher ist der Kollege aus Beira eingesprungen und hat uns in zwei Fahrten zu unserer Unterkunft fahren können. Dies war dann auch der erste Ausflug abseits befestigter Straßen, mitten in finsterer Nacht, um halb 7...

Ach ja, Dämmern tuts so gegen halb 6, dann geht die Sonne unter. Um 6 ists dann stockdunkel, wirklich stockdunkel. Was das Autofahren nicht unbedingt einfach macht da die oben erwähnten Schlaglöcher nun nicht mehr sooo einfach zu sehen sind – ebenfalls die Passanten und anderen Autofahrer.

Da wir nun mitten in der Nacht (also um halb 9) angekommen sind, haben wir noch nix von der wahnsinnig schönen Lage der Casa Msika mitbekommen. Erst am nächsten Morgen konnten wir die wunderbare Lage der Lodge erkennen. Verstreut am Gelände einige kleinere Chalets bzw. Bungalows mit 2er oder 4er Belegung. Ein Restaurant auf Stelzen mit Pool am Rand eines riesigen, weiten Stausees, der oft von Fischereitouristen beangelt wird – die Fotos im Restaurant zeugen von guten Fängen. Karpfen, Barsche und Tilapias mit bis zu 13kg werden aus dem See geholt, ganz schön respektable Dinger... Die Logde kann man ruhigen Gewissens weiterempfehlen!


Den restlichen Tag haben wir in Manica verbracht, der letzten Stadt vor der Simabwianischen Grenze. Nach den Aufwartungen bei lokalen H3 Projekten (Horizont3000-->H3) und einem Snack beim lokalen Libanesen (jaa, arabisches FastFood) gings wieder zurück in die Lodge und wir konnten die Abendstimmung genießen.

So in etwa gings die nächsten Tage weiter – Projektbesuch, Biertrinken, Schlafen, allerdings dann meist in kleineren und größeren Hotels in den Ortschaften. Ich bin dann mal zwei Tage wegen einer Erkältung, die ich seit unserem Abschiedsfestl mitgeschleift hab, im Hotel geblieben und hab etwas Ruhe genossen. Dann gings weiter zu einer Missionsstation im Süden des Landes, wieder etwa 7 Stunden Fahrzeit – davon eine knappe Stunde oder 25 km auf einer ziemlich wilden Piste. Die Pisten sind ein nettes Offroaderlebnis, hat mich echt gewundert wie unser Bus das überstanden hat.

Von der Haupstraße Richtung Maputo sind wir nun in Mangunde angekommen. Dort hat die Caritas und eine kolumbianische Kirche vor vielen Jahren eine Missionsstation aufgebaut. Mitten in der Pampa nun eine große Schule mit Internat, ein kleines Hospital und AIDS-Zentrum – die Leute hier kommen eigentlich so gut wie nie in größere Städte und haben ansonsten keinen Zugang zu Bildung oder ärztlicher Versorgung.

Vor Ort sind hier zwei H3-Mitarbeiter, eine Psychologin die als Lehrerin arbeitet und ein Arzt.

Wir sind natürlich wieder etwas spät angekommen, knapp vor Sonnenuntergang und haben kaum was von der Landschaft mitbekommen (abgesehen von einem echt schönen Sonnenuntergang inklusive rot glühendem Himmel wie ich ihn noch nie erlebt hab, sowie einem atemberaubenden Vollmondaufgang, naja immerhin). Daher haben wir am nächsten Morgen eine frühen Spaziergang gemacht – um dreiviertel Sechs am Morgen. Die Morgenstimmung war traumhaft, aber auch saukalt. Haben dort nun endlich eine Möglichkeit gehabt, einen Baobab/Affenbrotbaum genauer anzuschauen. Die Baobabs sind die riesigen afrikanischen Bäume, die aussehen, als hätte man sie verkehrt und mit den Wurzeln nach oben in den Boden gerammt – siehe Fotos. Die Dinger sind so wie alles in Afrika wieder RIESIG – siehe Foto anbei. Manche der Bäume sind bis zu 3000 Jahre alt, und so bizarr wie sie aussehen glaubt man das gern.


Mangunge war nun schon einer der letzten Agendapunkte unseres ICT, nach der Rückkehr nach Beira hatte wir noch Gelegenheit, unsere künftigen Arbeitgeber (Uni und FUSA) kennenzulernen.

Das war vor knapp einer Woche.


Im Anschluss an das ICT konnten wir uns mal ein wenig erholen, nun geht’s eigentlich „nur“ mehr darum, unsere künfitge Stadt zu erkunden und uns ein Heim zu organisieren.

Das hat auch problemlos geklappt, dank der Kontakte unserer Kollegen vor Ort konnten wir mit einer Maklerin eine Runde drehen und das erste Häuschen hat auch schon gepasst. Wir haben uns nun ein echt schönes Häuschen in der Stadt gemietet. Neu renoviert, tolle Fußböden aus Tropenholz, drei Schlafzimmer und sogar mit Klimaanlage. Diese werden wir wohl auch brauchen. Jetzt, im Winter, hats hier 25 Grad. Es is jetzt schon stickig und schwül – ich wills nicht mal erahnen wie es im Sommer wird...

Wenn alles klappt ziehen wir am Wochenende bereits in unser Häuschen. Morgen wird Ofen und Kühlschrank geliefert, unser Frachtgepäck ist auch mittlerweilen angekommen. Ein Bett wird wohl auch zum Auftreiben sein, die stehen teilweise frisch gezimmert neben der Straße.

Derzeit sind wir bei einer Kollegin untergebracht. Sie arbeitet etwas außerhalb der Stadt und hat sich daher auch ein Haus in der Manga gemietet. Die Manga ist das Bairro von Beira, der große Vorort Beiras. Der Name rührt von der unzählbaren Anzahl an Mangobäumen her, zwischen denen sich kleinere Häuschen befinden. Ein riesen Viertel, ohne geteerte Straßen – etwa eine halbe Stunde Fahrzeit mit den Chapas in die Stadt. Sehr spannend hier zu wohnen...


Eigentlich sind wir ziemlich überrascht von der Versorgungslage hier. Es scheint, als gibt es tatsächlich alles. Wie erwähnt ist Red Bull mittlerweile genauso verbreitet wie Coca Cola, in den Regalen des Filiale der südafrik. Supermarktkette „Shoprite“ findet man Nutella und Knorr-Packerlsuppe und alles andere Zeugs ebenfalls. Allerdings für geeschmalzene Preise. Beim Shoprite kann wohl echt nur einige wenige Prozent der Bevölkerung einkaufen – die Mindestlöhne hier liegen bei etwa 60 € (pro Monat), aber selbst die werden nur von einem kleinen Bevölkerungsanteil erreicht. Für die Waren im Shoprite zahlt man aber im Endeffekt dieselben Preise wie zuhause... krass.


Well then, würde mich freuen zu hören wies euch so geht!


Bis bald mal wieder,

Andreas


PS: Für all jene dies bis hierher geschafft haben gibts als Belohnung noch weitere Fotos: http://www.flickr.com/photos/ratzi/sets/72157621432717679/

Mittwoch, 17. Juni 2009


hello world!
nicht mehr lange und wir sind in Beira -
in zwei wochen geht's los!